Verpress-Anleitung
Der Transfer ist da — jetzt muss er aufs Textil. Klingt simpel, und ist es auch. Aber die Details machen den Unterschied zwischen "hält 60 Wäschen" und "blättert nach drei ab". Hier erfährst du, wie es richtig geht.
Leg das Textil glatt auf die Presse und entferne Falten. Dann einmal kurz für 3–5 Sekunden zupressen — ohne Transfer. Das entfernt Restfeuchtigkeit und gibt dir eine glatte, warme Oberfläche. Klingt nach einem unnötigen Schritt, macht aber einen spürbaren Unterschied bei der Haftung.
Leg den Transfer mit der bedruckten Seite nach unten auf die gewünschte Stelle. Achte darauf, dass er gerade liegt und keine Falten im Film sind. Bei Serienproduktionen lohnt sich ein einfaches Positioniersystem — ein Stück Tape als Markierung reicht oft.
Presse schließen, Timer laufen lassen, fertig. Die Standardwerte für Baumwolle sind 150°C bei mittlerem bis festem Druck für 15 Sekunden. Bei Polyester runter auf 140°C und 12 Sekunden mit weniger Druck — Polyester ist hitzeempfindlicher.
Unsere Transfers sind Hot-Peel — du kannst die Folie direkt nach dem Öffnen abziehen. Vorsicht, heiß! Bei manchen Stoffen löst sich die Folie fast von allein, bei anderen haftet sie noch etwas. Wenn sie sich schwer lösen lässt, lass sie ein paar Sekunden abkühlen und versuche es dann. Nicht reißen — gleichmäßig abziehen.
Der wichtigste Schritt, den die meisten weglassen. Leg ein Backpapier oder eine Teflonfolie über den Transfer und presse nochmal für 5 Sekunden nach. Das glättet die Oberfläche und verbessert die Waschbeständigkeit deutlich. Ohne Nachpressen: gut. Mit Nachpressen: richtig gut.
Die häufigsten Probleme und was du tun kannst.